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Dresdner
Neueste Nachrichten
30. März 2007
Altbekanntes in neuem Gewand
Bachs Goldberg -Variationen in der Semperoper
…… Die Herren des Dresdner Streichtrios Jörg Fassmann (Violine),
Sebastian Herberg (Viola) und Michael Pfaender (Violoncello) nahmen sich
dieser Bearbeitung an, näherten sie an einigen Stellen noch mehr dem
Original und stellten das Ergebnis nun im Kammerabend vor.
Vorweggenommen: wie sie dies taten war absolute Extraklasse.
Wenn man es vermochte, das zahlreiche Publikum über 90 Minuten in
atemloser Spannung zu halten, dann spricht das für das Werk, ebenso
aber für die Interpretation. Freilich bieten die 30 Variationen über
die 32-taktige Basslinie mannigfaltige Abwechslungen, doch bleibt der
Hörer durchweg stark gefordert. Hat die Wiedergabe nun aber ein
derartiges Niveau, steht man über die ganze Zeit hin im Bann von Werk
und Darbietung. Gleich die Präsentation der Aria ließ aufhorchen.
Feinste klangliche Übereinstimmung, äußerste Disziplin, absoluter
Gleichklang in den feinen dynamischen Schattierungen - dies waren
Elemente, die sich immer wieder aufs Neue offenbarten, der Genialität
des Werkes engagiert auf der Spur…… Ob nachsinnend, zupackend, virtuos,
tänzerisch, in sich versunken, elegant - alle Facetten fanden
spannende, dabei immer geschmackvolle Wiedergabe.
Ein Kammermusikerlebnis der absoluten Extraklasse!
Hans Peter Altmann
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Kritik von
Martin Morgenstern
Bach, Johann Sebastian: Goldberg-Variationen BWV 988
Label:
Querstand ,
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Verschiedene Lesarten der Bachschen
Goldberg-Variationen haben sich wohl in jedem größeren
Plattenschrank ihr Plätzchen erobert.
…. Nun also das Dresdner Streichtrio (Jörg
Faßmann, Sebastian Herberg, Michael Pfaender) mit einer
rückgebauten Urfassung des Werks – sie hielten sich streng an
die Bachsche Notation und strichen die moderierenden Änderungen
Sitkovetzkys. Wenn man sich beim Hören (und beim Durchblättern
des feinen Klappalbums von querstand) eines leichten Gefühls von
Verschultheit zuerst nicht erwehren kann, so wird die
Einspielung doch bei jedem Hören interessanter. Faszinierend zu
beobachten, wie die Instrumente in den drei Stimmregistern ein
jeweils klangliches Eigenleben zu führen beginnen und sich die
verschiedenen Melodiestränge polyphon überlagern, in der Führung
abwechseln, imitieren und kontrapunktisch ergänzen; dieses
Schichtendenken spürt man vielleicht noch in den klugen
Registrierungen eines Hans Pischner (der die
Goldberg-Variationen während seiner Zeit als Intendant der
Deutschen Staatsoper Berlin aufnahm); am modernen Flügel muß es
zwangsläufig verblassen, will man nicht behelfsweise zu
dynamischen oder artikulatorischen Abstufungen greifen.
Vieles an dieser Aufnahme erscheint deshalb
breiter, fließender, ruhiger als gewohnt. Die Musiker heben die
jeweiligen Themen oft nur durch leichtes Timbrieren des Tons
heraus; ein toller Effekt! Die Fassung dauert insgesamt (mit
allen Wiederholungen) fast anderthalb Stunden und ist deshalb
auf zwei CDs verteilt, was die Hörfreude unter Umständen etwas
beeinträchtigt, da man wie bei den alten Platten mitten im Werk
zur Maschine eilen muß, um ‘umzudrehen’.
Dennoch: knackig eilt die erste Variation
herbei, im eiligen Sautillé flitzt Nummer Fünf vorüber; Kanon
für Kanon, Stück für Stück erhalten die einzelnen Variationen
ihr ganz eigenes Gesicht. Gewitzt gezupft, mit einer fein
gestrichenen Singstimme als Choralthema erklingt die neunzehnte
Variation; der ‘Kraut-und-Rüben’-Kanon beginnt samtig,
flautando-e-non-vibrato – eine wunderbar beruhigende Stimmung
leitet den Hörer in die Schlussaria, die noch einmal eine halbe
Minute länger als ihre jüngere Schwester daherkommt. Ende. Und
gleich noch einmal: so schön ist diese neue alte Welt.
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Kritik von
Martin Morgenstern, 23.11.2006 |
Kammermusikabend
von internationaler Klasse
Bestechende Goldberg-Variationen
„…Das
Dresdner StreichTrio ist ein mittlerweile über die Landesgrenzen bekanntes
Spitzenensemble….Sie fühlten, lauschten und spielten sich in Bachs träumerisch
tiefgründigen Klangkosmos so behutsam ein, füllten ihn mit so viel Feingeist
und Sinnenfreude, ließen sich so viel Zeit für die Zwischentöne der tänzerischen
Galanterie und der beseelten Intimität, dass wir in ihre sanften und stets
wohltemperierten Klangwolken versinken wollten.
DIE WELT
„…Das alles
geht den drei Musikern leicht und schlüssig von der Hand, und es ist eine
wahre Lust, den warmen Tönen, den lebhaften Phrasen und den Brahms’schen
Wendungen zu lauschen.
…gelingt ihnen ein runder und zugleich silbrig-tönender Ensembleklang, der
in der Trio-Landschaft wahrlich seinesgleichen suchen dürfte.
www.Klassik.com
Enormes
Klangvolumen
„Graziöser
Wohlklang verband sich mit würdevolle Tiefe. Auf der sicheren Basis virtuoser,
leichthändiger Harmonie fügten sich humorvoll witzige Klangspiele nahtlos
an melancholische Tonläufe. Beeindruckend die schmeichelnde Perfektion eines
Ensembles, das - gemessen am Klangvolumen - aus mehr als drei Instrumenten
zu bestehen schien.“
Westfälischer
Anzeiger
Dresdner StreichTrio bezauberte das Publikum
„….Eine Trio-Aufführung der "Goldberg-Variationen",
die wegen ihrer pikanten Durchsichtigkeit und wegen ihres Eigenwertes die
Kenner der polyphonen Materie zu Beifallsstürmen veranlasste sowie B-A-C-H
als Transkription von bewundernswert, authentisch, charmant
und hinreißend erscheinen ließ. Es war wohl das Edelste, was der
Studiobühne bislang passiert ist." Thüringer Allgemeine
Eine Sternstunde der Kammermusik
„….allesamt
Solomusiker bei bekannten Orchestern, klar, worum es ihnen beim Musizieren
geht: um hohe Klangkultur, größtmögliche Homogenität, einen gemeinsamen
und doch freien Atem, feinste Artikulation und Übergänge, Ausmalen der Linien
bis in die letzten Winkel.
….
in der phantastischen Deutung von Beethovens frühem, Sturm und Drang
durchglühten Es-Dur Streichtrio op. 3 am Ende des Abends: Da wurde nichts
effektvoll aufgemotzt, nie mit olympischen Rekordtempi geprotzt. Die Drei
nahmen sich Zeit für Endphrasen, schlossen lieber mit einem Seufzer als
mit einem Knall, platzierten Akzente immer sinnvoll und nie lärmend.
Man
durfte genießen, bewundern, bewegt sein und staunen….“ Schwäbische
Zeitung
Pretiosen der Kammermusik
Dresdner Streichtrio in
der Frauenkirche
„…Der
Erfolg des Abends lag aber nicht nur an der musikalischen Qualität des Programms,
sondern vor allem im hohen Niveau seiner Wiedergabe. Die intensiven, subtil
ausgehörten Interpretationen waren von einer ausgewogenen Balance und Genauigkeit,
dabei hochlebendig, wie man sie wohl nur erleben kann, wenn drei Musiker
so nahtlos und feinsinnig aufeinander eingeschworen sind wie in diesem Falle.
Da gab es keinerlei Unterschiede im gestalterischen und instrumentalen Können
und Wollen.
Traumhaft
schön gelang auch das ruhig fließende Adagio - eine Oase von filigraner
Klangschönheit. Dem Dresdner StreichTrio ist für diese geschlossene, ausdrucksstarke
und spannende Interpretation nur höchstes Lob zu zollen….“
DNN DresdnerNeuesteNachrichten
Kammermusikalische
Spitzenarbeit im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth
„…Der duftige Klang der
Streicher und ihr vitales Spiel verführten das Publikum von Anfang an zu
höchster Konzentration. Ich habe nie vorher in einem öffentlichen Konzert
solche ins Extrem getriebene Leisheit vernommen als in dieser klaren Interpretation
von Mozarts einzigem Streichtrio. Das ganze sechssätzige Werk schien
aus einem einzigen feinnervigen Organismus zartester Klangverästelungen
zu bestehen, bisweilen ziemlich abgehoben von irdischen Dingen in jenseitigen
Sphären….“ Nordbayerischer Kurier
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